Dienstag, 30. Juni 2009



PINA BAUSCH TANZT NICHT MEHR

30. Juni 2009 Ihr Tod kommt wie ein Schock für die Tanzwelt. Niemand außerhalb des
engsten Kreises von Pina Bausch wusste von ihrer schweren Erkrankung. Zwar sah die
schmale Frau mit dem streng zurückgekämmten Haar seit vielen Jahren schon sehr
zerbrechlich aus, wenn sie in ihren großen Herrenanzügen zum Applaus vor das Publikum
trat, aber alle hielten das für die sehnige Durchtrainiertheit einer Tänzerin. Jetzt ist Philippine
Bausch, von aller Welt nur mit zärtlicher Verehrung Pina genannt, vollkommen überraschend
gestorben. Vor noch nicht einmal drei Wochen feierte sie im Wuppertaler Opernhaus die
Premiere ihres alljährlichen neuen Stückes, und mit diesem Stück schien sie nach vielen
Jahren einen neuen Weg einzuschlagen.
Es gibt zahlreiche Fotografien von der 1940 als Tochter von Wirtsleuten in Solingen
geborenen Tänzerin, die ihre jugendliche Schönheit bezeugen, von der ihre Züge noch im
Alter beredten Ausdruck gaben. Pina Bausch begann zwar mit fünfzehn Jahren ihre
tänzerische Ausbildung an der Folkwangschule in Essen, aber sie hatte die Aura einer großen
klassischen Ballerina. Ihre Augen blickten halb streng, halb melancholisch. Wie begabt sie
tänzerisch war, bewies die Tatsache, dass sie früh ein Stipendium erhielt, um an der New
Yorker Juillard School zu studieren. 1962 kehrte sie trotz verschiedener Engagements in New
York nach Deutschland zurück, wo sie als Erste Solistin am Folkwang-Ballett beschäftigt
war.

Mittwoch, 17. Juni 2009

CHARLIE MARIANO VERSTORBEN


 „So sehen Wissende aus“, hat sein Kollege und Freund Michael Naura einmal über den gebürtigen Amerikaner geschrieben, dem die Kultiviertheit der Ostküste angeboren war. Den Jazz-Saxophonisten konnte man allerdings auch für einen Europäer halten, nach all den Jahrzehnten, die er seit 1971 diesseits des Atlantiks verbracht hat.

Geboren 1923 in Boston, bewanderte der Musiker mit einer Vorliebe für Sopran- und Alt-Saxophon zunächst den steinigen Lehrpfad durch die Bigbands von Stan Kenton, Dizzy Gillespie, Shelly Manne, Charles Mingus und anderen, bevor er 1960 seine erste eigene Gruppe formierte. Ende der sechziger Jahre begab er sich auf ausgedehnte Reisen durch Indien und Fernost, wo er unter anderem studierte, wie das Nagaswaram gespielt wird, eine kehlig-trötende Verwandte der Oboe, die erst bei großer Virtuosität gut zu klingen beginnt. Daraus resultierte seine Mitwirkung in der Fusion- Band Embryo, in die er Elemente der indischen Musik einfließen ließ. Auch Jasper van’t Hofs Pork Pie-Projekt profitierte stark von Marianos weltmusikalischer Antenne. Von da an sollte er immer wieder kulturelle Grenzgänge unternehmen, indem er sich mit dem argentinischen Akkordeonspieler Dino Saluzzi oder mit Rabih Abou- Khalil zusammentat. Er war beliebt als Duo-Partner wegen seines lyrischen Spiels, das nie langweilig oder gemächlich wirkte, sondern wie die Ausmalung eines eingekapselten Dramas.

Schließlich wurde Mariano auch Mitglied des United Jazz & Rock Ensembles und war dort für die leiseren, demütigen Töne verantwortlich, wenn man überhaupt verantwortlich sein kann für etwas, das mit Händen nicht zu greifen ist und sich verflüchtigt wie eine melancholische Trübung des Gemüts.

Dass er auch bei Popmusikern wie Herbert Grönemeyer und Konstantin Wecker spielte, ist eine Fußnote, gemessen an den geschätzten 300 Platten, auf denen er zu hören ist, etliche davon unter eigenem Namen veröffentlicht. Am Dienstag starb Mariano in seiner Kölner Wahlheimat an einem Krebsleiden. Er wurde 85 Jahre alt.  

Mittwoch, 3. Juni 2009


SONG AROUND THE WORLD
"STAND BY ME"

Dienstag, 2. Juni 2009





Noch vor 2 Jahren musste unser Kollege und Freund,Sascha Schürmann, die Rathaustreppe fegen. Jetzt wurde er 32 alt und arbeitet für die Nachrichtenagentur ddp in Stuttgart. Wir als "Knipskollegen" wünschen ihm viel Erfolg .
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